IF Sätze – If Clauses – Conditional Sentences

Englische Grammatik

IF Sätze


In den Bedingungssätzen, auf Englisch If-Clauses, im Deutschen auch “If-Satz” genannt, wird die Beziehung zwischen einem Ereignis und seinen möglichen Folgen dargestellt. Es gibt drei verschieden Arten dieser Beziehung, die durch unterschiedliche Zeitenfolgen im Haupt- bzw. Gliedsatz (= If-Teil) des If-Satzgefüges ausgedrückt werden.

(1) Der reale Bedingungssatz

Beim realen Bedingungssatz ist die Bedingung erfüllbar.

Beispiel:
If he reads the instructions, he will know what to do.
Wenn er die Anweisungen liest, wird er wissen, was zu tun ist.

Um die reale Bedingung auszudrücken, wird im Hauptsatz Gegenwart (meist Present Simple) und im Gliedsatz Zukunft (meist will-Future) verwendet.

(2) Der irreale unwahrscheinliche Bedingungssatz

Beim irrealen unwahrscheinlichen Bedingungssatz wäre die Bedingung zwar theoretisch erfüllbar, es gilt aber als unwahrscheinlich, dass sie eintritt.

Beispiel:
If he read the instructions, he would know what to do.
Wenn er die Anweisungen lesen würde, wüsste er, was zu tun ist.

Um die irreale unwahrscheinliche Bedingung auszudrücken, wird im Hauptsatz „Past Simple“ (2. Form) und im Gliedsatz „Conditional I“ (would + 1. Form) verwendet.

Diese Art des Bedingungssatzes wird auch verwendet, wenn es darum geht, Wünsche und Träume auszudrucken (z.B. Wenn ich viel Geld hätte, würde ich mir einen Porsche kaufen).

(3) Der irreale unerfüllbare Bedingungssatz

Beim irrealen unerfüllbaren Bedingungssatz ist die Bedingung nicht erfüllbar, weil sie schon als unerfüllt gilt. Die Situation ist schon vorbei und kann nicht mehr abgeändert werden.

Beispiel:
If he had read the instructions, he would have known what to do.
Wenn er die Anweisungen gelesen hätte, hätte er gewusst, was zu tun ist.

Um die irreale unerfüllbare Bedingung auszudrücken, wird im Hauptsatz „Past Perfect“ (had + 3. Form) und im Gliedsatz „Conditional II“ (would + have + 3. Form) verwendet.

Der Gliedsatz kann sowohl vor als auch nach dem Hauptsatz stehen. Fängt das Satzgefüge mit “If” an, ist nach dem Gliedsatz ein Beistrich zu setzen.

Besonderheiten:

• Unterscheidung zwischen „if“ und „when“
“If” wird verwendet, wenn es um die Formulierung einer Bedingung geht, die eintreten kann oder auch nicht. Wir drücken mit „if“ die möglichen Folgen eines bestimmten Ereignisses aus, unabhängig davon, ob wir sicher sind, ob es zu dem Ereignis überhaupt kommen wird.
„When“ hingegen wird verwendet, um auszudrücken, dass das genannte Ereignis sicher eintreten wird und was die Folgen dieses Ereignisses dann sein werden.

• Im irrealen unwahrscheinlichen Bedingungssatz ist die korrekte Form des Verbes „to be“ immer „were“ (auch bei 1. und 3. Person Einzahl)